Aschenputtel als Science-Fiction: Wie Monde so silbern

Erster Satz: Die Schraube in Cinders Fußgelenk war verrostet, der Schlitz zur Mulde zermalmt.

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern. Nach dem Tod ih-res geliebten Vaters wird sie wie ein Dienstmädchen behandelt und muss sich jeden Tag aufs Neue durchkämpfen. Doch dann trifft sie eines Tages auf dem Markt Prinz Kai – und die Ereignisse überschlagen sich. Wen diese Geschichte an Aschenputtel erinnert, der hat recht. Nur dass diese Cinder ein Cyborg ist und auf der Erde der Zukunft lebt, die von den Bewohnern des Monds bedroht wird.

Die Autorin Marissa Meyer verwebt die Märchenelemente der Brüder Grimm so geschickt mit einem Science-Fiction-Roman, dass Leser beider Genres daran Spaß haben, also sowohl Märchenfans als auch Sci-Fi-Anhänger auf ihre Kosten kommen. Eingestuft ist der Roman als All-Age-Literatur, er ist demnach wie z. B. Harry Potter für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen spannend. „Wie Monde so silbern“ ist der erste von fünf Bänden der „Luna-Chroniken“.

Tipp: Unbedingt die Hardcoverausgaben kaufen, die Umschläge sind wunderschön mit Metallic-Folienelementen bedruckt, was märchenhaft futuristisch wirkt.

Fazit: Märchen und Science-Fiction passen ganz großartig zusammen, wie Marissa Meyer in ihrer Aschenputtel-Adaption beweist.

Meyer, Marissa
Carlsen Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783551583352
18,99 € (inkl. MwSt.)